Kambodscha Impfungen

Ihr Impfpass mit allen wichtigen ImpfungenBevor Sie nach Kambodscha kommen sollten Sie vorab Ihre persönlichen medizinischen Aspekte beachten. Für Kambodscha gibt es aktuell keine Pflichtimpfungen, jedoch sind einige Impfungen zu Ihrer eigenen Sicherheit anzuraten. Eine Gefahr besteht für typische Tropenkrankheiten, welche vorwiegend durch Mücken übertragen werden. Bei einem geplanten Urlaub sollten Sie daher rechtzeitig ein Beratungsgespräch mit dem Arzt in Deutschland vereinbaren, um zu klären, welche Impfungen für Sie nötig sind. Weiterführende aktuelle Informationen zum Thema Impfschutz bietet auch das Auswärtige Amt. Relevant sind hierbei nicht einzig die Standardhinweise, sondern auch persönliche Lebensumstände und vor allen Dingen der eigene Gesundheitszustand. Sinnvollerweise sollten Sie sich mindestens 2 Monate vor dem Urlaub mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen – je früher, umso besser! Manche Impfungen benötigen mehrere Behandlungen.

Unsere Impfempfehlungen für Kambodscha

Sie sollen unbedingt über alle empfohlenen Impfungen verfügen, die in Deutschland als Standard gelten, um einen guten Basisschutz vorweisen zu können. Experten raten, einen aktuellen Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphterie, Masern, Tollwut, Hepatitis, Pertussis (Keuchhusten) und Poliomyelitis (Kinderlähmung) vorzuweisen. Abhängig von Gesundheitszustand und Alter sind weitere Risikoimpfungen sinnvoll, die dem Deutschen Impfkalender entnommen werden können – alternativ informiert natürlich Ihr Hausarzt.

Standard-Impfungen für alle Touristen:

  • Hepatitis A und B
  • Tetanus, Diphtherie und Pertussis
  • Masern (oder Immunität)
  • Polio
  • Typhus
Zusätzliche Empfehlung für Risikogruppen:

  • Typhus
  • Tollwut
  • Japanische Enzephalitis
  • Pneumokokken ab 60 J.

 

Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt und klären Sie gemeinsam, welche Empfehlungen für Ihre Person und bereiste Reiseziele zutreffen. Es kommt beispielsweise auf Ihren Gesundheitszustand an, auf das Alter und die Lebensumstände. Pauschalangebote, die in gut frequentierten Touristenorten stattfinden, erfordern einen geringeren Impfschutz, als Backpacker, bei denen Sie sich mit einem Rucksack durch den Dschungel kämpfen.

Schutz vor Mückenstichen

Mückensprays zur Abwehr von MoskitosTropenkrankheiten werden überwiegend durch Mückenstiche übertragen, weshalb Prävention umso wichtiger ist. Eine relevante Vorsorge ist speziell das Moskitonetz, worunter Sie die Nächte verbringen. Gerade dann, wenn Sie in einem nicht klimatisierten Raum schlafen. Cremen Sie sich immer ausreichend mit Mückenschutzmitteln ein und verwenden Sie Abwehrsprays. Bedecken Sie Ihre Haut mit heller Kleidung – vorwiegend in den späten Abendstunden, wenn Sie sich draußen aufhalten. Bei Ausflügen in Gebiete, die besonders kritisch sind sollten Sie noch vorsichtiger sein, und die Vorsorgemaßnahmen etwas ausweiten. Mit etwas Umsicht können Sie die Mücken und Moskitos abwehren und sicherstellen, sich keine Tropenkrankheit einzufangen.

Impfungen gegen Gelbfieber

Bei einem Direktflug aus Europa gibt es keinerlei Impfvorschriften bei Einreise, anders verhält es sich wenn Sie aus einem Land kommen, das von Gelbfieber betroffen ist. In diesem speziellen Fall müssen Sie zwingend eine Impfung gegen Gelbfieber nachwiesen, eine Ausnahme gibt es lediglich für Kinder bis zu 1 Jahr.

Dengue Fieber

Vorwiegend wenn Sie während der Regenzeit unterwegs sind ist Dengue-Fieber stark verbreitet. Es gibt Stadtgebiete, die oft betroffen sind, allerdings ist das Übertragungsrisiko landesweit vorhanden, Sie können sich folglich überall anstecken. Übertragen wird das Virus von der Stegomyia aegyptia Stechmücke, die vorwiegend am Tag aktiv ist. Es gibt keine Impfung gegen das Virus. Behandlungsmöglichkeiten sind bisher kaum vorhanden, lediglich die Beschwerden können gelindert werden. Urlauber schützen sich deswegen mit einem möglichst guten Mückenschutzmittel gegen Stechmittel.

Japanische Enzephalitis

Japanische Enzephalitis ist eine Virusinfektion, die ausschließlich in Asien vorkommt und von Mücken weitergegeben wird. Genauer gesagt handelt es sich um Culex Moskitos, die eher nachtaktiv sind. Diese Virusinfektion hat eine Entzündung des Gehirns zur Folge und ist somit besonders schwerwiegend. Seit dem Jahre 2009 gibt es in Europa einen Totimpfstoff, der einen äußerst guten Schutz bietet. Der Impfschutz muss 3x verabreicht werden und wirkt dann für 10 Jahre, die Kosten belaufen sich auf rund 100 Euro. Inwieweit eine Übernahme seitens der Krankenkasse möglich ist, muss separat in Erfahrung gebracht werden.

Malaria

Malaria ist eine ernstzunehmende Krankheit, die auch in Kambodscha ein Problem darstellt. Unbehandelt führt Malaria noch immer zum Tod. Ballungszentren und Touristenhochburgen gelten zwar als malariafrei, im Dschungel sowie auf den Risiko-Regionen kann es hingegen ganz anders aussehen. Insbesondere die südlicheren Grenzregionen werden noch immer als gefährlich eingestuft. Haut müssen Sie weitgehend bedeckt halten, der Einsatz von Mückenspray ist unabdingbar und nachts schlafen Sie unter einem Moskitonetz. Insbesondere Moskitos übertragen Malaria und die sind bekanntlich nachts aktiv. Hilfreich ist zudem eine Malariaprophylaxe, kontaktieren Sie im besten Fall das Tropeninstitut und lassen Sie sich dort über die beste Vorbeugung und Kosten beraten.

Durchfall und Cholera

Durchfallerkrankungen sind tatsächlich ein Problem welches für viele Touristen nicht unbekannt ist. Meist sind die Durchfallprobleme auf die mangelnde Trinkwasserhygiene zurückzuführen. In Kambodscha (besonders auf den Inseln) sollten Sie nur Trinkwasser in ungeöffneten Flaschen zu sich nehmen. Trinken Sie kein Wasser aus der Leitung und verzichten Sie auf selbstgemachte Eiswürfel in Getränken. Achten Sie auch auf Lebensmittel welche mit Wasser in Kontakt waren, denn auch hier sind Durchfallerkrankungen vielleicht die Folge. Leider mangelt es in Kambodscha an Trinkwasserhygiene, weswegen Europäer das Wasser nur sehr schlecht vertragen. Mitunter wäre eine Cholera-Impfung eine sinnvolle Erweiterung Ihres Impfschutzes, diesbezüglich sprechen Sie bestenfalls noch einmal mit Ihrem Arzt. Bedenken Sie, dass diese Impfung höchstens 30 Euro kostet und Ihnen mitunter viel Ärger erspart.

Haftungsausschluss:
Bitte beachten Sie dass die oben genannten Hinweise keine „ärztliche Beratung“ ersetzen. Oben genannten Ratschläge sind unsere Empfehlungen welche einen Hausarzttermin nicht ersetzen und wir jede Haftung hiermit ausschliessen. Vielen Dank für Ihr Verständis.