Sehenswürdigkeiten in Kambodscha

Kambodscha Sehenswürdigkeiten KarteKambodscha ist ein Königreich und ein Staat in Südostasien. Direkt am Golf von Thailand liegt Kambodscha zwischen Laos, Vietnam und Thailand. Auch wenn das Land eher klein ist, gibt es hier besonders viele Orte, die einen Besuch lohnen. Die zahlreichen Highlights sind relativ nah aneinander. Geheime Strände, wundervolle Natur und Kultur – Kambodscha bietet wirklich viele spannende und abwechslungsreiche Eindrücke. Die kambodschanische Geschichte erzählt von Krieg und Tod. Auch das ist eine Seite von Kambodscha, die Sie sich im Rahmen Ihrer Rundreise genauer anschauen sollten. Tipp: Bitte achten Sie auf den richtigen Reisezeitraum!

Karte mit Sehenswürdigkeiten

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Angkor Wat – der bekannteste Tempel in Kambodscha

Zweifellos erweist sich Angkor Wat als die größte, bekannteste und beeindruckendste Sehenswürdigkeit und Tempel von Kambodscha. Die Ruinen von Angkor Wat erzählen von einer Zeit zwischen dem 9 und 15. Jahrhundert, in der über eine Million Menschen in der riesengroßen Tempelanlage lebten. Angkor Wat ist Kambodschas Nationalsymbol, weswegen sich Abbildungen des Tempels auf kambodschanischen Banknoten und auch der Nationalflagge einfinden. Das monumentale Bauwerk ist schlichtweg imposant und sollte unbedingt einmal aus der Nähe besichtigt werden.

Die Geschichte von Angkor Wat

Der weltbekannte Angkor Wat Tempel beim SonnenaufgangDie Geschichte zeigt, dass der Angkor Wat im 12. Jahrhundert unter dem Kommando von König Suyavarman II errichtet wurde. Ursprünglich handelte es sich um einen hinduistischen Tempel, doch im 13. Jahrhundert wandelte sich das Bild und aus Angkor Wat wurde ein buddhistischer Tempel. Inklusive Wassergraben misst die komplette Tempelanlage rund 1,95 km². Die fünf Türme in Form von Lotusblüten bilden das Hauptmerkmal der ganzen Tempelanlage. Das große Areal bietet viele schöne Eindrücke, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Angkor Wat – im Licht des Sonnenaufgangs

Am frühen Morgen ist die Straße von Siem Reap bereits gut befahren, denn Touristen sind auf dem Weg nach Angkor Wat um den Sonnenaufgang zu bewundern. Der berühmteste und größte Tempel ist zwischen 5.00 und 5.30 ein Touristenmagnet wie keine andere Sehenswürdigkeit. Es gibt inmitten der Tempelanlage einen großen Seerosenteich an dem zu dieser Tageszeit unzählige Touristen auf ein besonderes Spektakel warten – den Sonnenaufgang. Vor der Kulisse der lotusförmigen Tempeltüre offenbart sich dem Betrachter binnen weniger Sekunden ein farbenfrohes Schauspiel. Urplötzlich wird es aus tiefster Dunkelheit hell, dann färbt sich der Himmel für kurze Zeit in ein leichtes Rosa. Ein neuer Tag beginnt!

Angkor Thom – die alte Stadt mit den berühmten Tempeln

Eingang Angkor Thom zur TempelstadtGewaltig zeigt sich die Tempelanlage Angkor Thom, die von dem bedeutenden Khmer-König Jayavarman VII. errichtet wurde und ebenso zu den berühmten Tempeln Kambodschas zählt. Angkor Thom wird von einem rund 100 m breiten Wassergraben und einem quadratischen Mauerring mit einer Seitenlänge von 3 km begrenzt. Erreichbar ist Angkor Thom insgesamt über 5 Tore, wobei das Südtor besonders beliebt ist, da es am besten erhalten ist. Umrahmt von Göttern und Dämonen aus Stein führt eine Brücke über den Wassergraben. Von hier aus gelangt man direkt auf den zentralen Tempel von Angkor Thom – Bayon.

Über 3 km² Geschichte erkunden

Zeit ist auf jeden Fall notwendig, möchte man das gesamte Gelände von über 3 km² mitsamt der kulturreichen Geschichte in Ruhe entdecken möchte. Mindestens ein halber Tag ist nötig, um die wichtigsten Ecken zu erkunden. Die Basreliefs im Tempel Bayon sind ein echtes Highlight des Rundgangs. Die geheimnisvollen Basreliefs erzählen vom einstigen Khmer-Alltag und liefern außerdem Abbildungen über brutale Kriegsszenen. Während Angkor Wat eher mit hinduistischen Einflüssen punktet, sind es hier die buddhistischen Details, die den Betrachter fesseln.

Auch Sehenswert bei Ihrer Reise: Der Königspalast in Phnom Penh

Der Königspalast in Phnom PenhWer seinen Urlaub in Kambodscha verbringt, sollte einen Besuch beim Königspalast in Phnom Penh auf jeden Fall einplanen. Der gesamte Palast ist von einer imposanten Mauer umgeben und sehr sehenswert. Obwohl die Öffentlichkeit Zugang zu dem Palast hat, lebt die kambodschanische Königsfamilie in diesem Komplex. Aus diesem Grunde sind einige Bereiche auch verschlossen. Der riesige Palastkomplex mit seinen markanten, spitzen und goldfarbenen Dächern erinnert etwas an den Grand Palace in Bangkok.

Ein monumentales Gebäude – der Königspalast

Insgesamt besteht der gesamte Königspalast aus 9 Gebäuden. Die Fläche erstreckt sich auf 6 Hektar. Es gibt viele herausragende Gebäude, die sich hier offenbaren. Beispielsweise der Thronsaal, der Pavillon Chanchhaya, der Silber-Pagode und der Pavillon von Napoleon III. Das absolute Highlight der gesamten Anlage ist aber mit Sicherheit die Buddha-Figur, die aus 90 kg Gold besteht und mit über 9.500 Diamanten geschmückt ist.

Der Thronsaal ist das wohl auffälligste Gebäude, denn es erstreckt sich auf rund 59 Meter in die Höhe. Noch heute wird das Gebäude aktiv genutzt. Es werden Amtshandlungen, religiöse Veranstaltungen und auch Tagungen darin abgehalten. Innerhalb des Saals sind viele Skulpturen und Büsten ausgestellt. Der Silber-Pagode wird durch eine Mauer vom restlichen Komplex getrennt. Der Komplex besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Gebäude. Darunter findet sich beispielsweise eine Bibliothek, es gibt viele verschiedene Statuen und wunderschön angelegte Gärten zu bewundern.

Nationalmuseum in Phnom Penh – die Schatzkammer der Vergangenheit

Das  Nationalmuseum in Phnom PenhEin Museumsbesuch sollte unbedingt zum Urlaub gehören, wenn man sich über die Geschichte des Landes informieren möchte. Das Nationalmuseum in Phnom Penh beherbergt die wichtigste archäologische und historische Sammlung des ganzen Landes und ist die die Schatzkammer der Vergangenheit. Die Relikte der Khmer macht das Museum auch weit über die Grenzen von Kambodscha hinweg bekannt. Es gibt nirgendwo anders auf der Welt eine vergleichbare Ausstellung, denn hier können Sie über 14.000 Ausstellungsstücke bestaunen.
Im Nationalmuseum gibt es nicht nur Artefakte aus der Khmer-Zeit zu bestaunen, sondern auch viele Hindu- und Buddha-Relikte. Insgesamt sind es mehr als 14.000 Exponate, die von der prähistorischen Zeit über die Angkor-Periode bis hin zum Khmer-Reich reichen. Der wohl spektakulärste Kunstschatz im Museum ist die Statue des Hindu-Gottes Vishnu. Aber auch das Gebäude selbst ist beeindruckend. Hier spiegelt sich die traditionelle Khmer-Architektur wider. Das karmesinrote Gebäude ist mit den zwei Spitzdächern ein sehr imposanter Kontrast zu dem üppigen Grün, das den schön angelegten Garten im Innenhof dominiert.

Das Office 21 – das Foltergefängnis von Kambodscha

Gefängniszelle des Office 21 in Phnom PenhDie kambodschanische Geschichte ist umfangreich – und mit dem Foltergefängnis Office 21 schrecklich gleichermaßen. 1975 sorgten Pol Pot und seine Roten Khmer für Angst und Schrecken. Sie zwangen Menschen zu Feldarbeit, verboten Kunst und Religion und brachten enormes Elend über das Land. Die Menschen fürchteten sich für Folter, Hunger und Tod. In den vier Jahren verloren rund 2 Millionen Kambodschaner ihr Leben. Heutzutage ist es in Kambodscha friedlich und die heutige Jugend darf vollkommen ohne diese furchtbaren Erfahrungen aufwachsen. Doch die Erinnerungen lasten natürlich schwer. In Phnom Penh stehen zwei sehr beeindruckende Gedenkstätten, die von den grausamen Zeiten erzählen. Dazu gehört das Foltergefängnis Office 21 – und die Killing Fields.

Das Foltergefängnis – ein ehemaliges Schulhaus

Vor der Zeit der Roten Khmer war das Foltergefängnis ein Schulhaus. Die Klassenzimmer wurden zu Gefängniszellen umfunktioniert. In jeder Zelle gab es ein Bett – teilweise mit Fesseln ausgestattet. An der Wand wurden zwischenzeitlich Bilder angebracht. Fotos, die jene Menschen zeigen, die tot in dem Zimmer gefunden wurden. Es wurde über jede Folterung Buch geführt. Es gibt Aufzeichnungen und Abschriften. Die vielen Gedenktafeln und Informationen vermitteln Touristen ein sehr authentisches Bild der Qualen, die viele Menschen hier durchleben mussten.

Die Killing Fields – das Tor zur Hölle

Das Choeung EK Memorial auf den Killing FildsWer die Folter im S-21 Gefängnis überlebte, der wurde auf den Killing Fields getötet. In der Nacht brachte man die Gefangenen zu den Killing Fields, die etwas außerhalb von Phnom Penh liegen. Unter dem Lärmen der Dieselgeneratoren und lauter Musik wurden die Menschen dort getötet – mit dem Hammer, der Axt oder anderen Gegenständen. Die Geräuschkulisse sollte das Schreien übertönen. Man wollte keine Munition verschwenden, weshalb auch der Akt der Tötung grausam war. Das hatte oftmals zur Folge, dass viele Opfer noch nicht einmal tot waren, als sie letztlich in die Massengräber gestoßen wurden. Ein weiteres Zeugnis der unbeschreiblichen Gräueltaten ist der „Killing Tree“. An diesem Baum verloren zahlreiche Kinder und Babys ihr Leben.

Die Opfer in Ehren halten
Heute sind die Killing Fields eine Gedenkstätte. Es gibt eine Gedenkstupa und die Einheimischen sind enorm darauf bedacht, diejenigen zu ehren, die unter diesen unfassbar grausamen Umständen ihr Leben verloren. Es findet jedes Jahr eine große Zeremonie statt, die verhindert, dass jemals vergessen wird, was hier geschah. Um die Geschichte der Killing Fields bis ins Detail zu begreifen, gibt es für Touristen Audioguides in nahezu allen Sprachen. Es gibt viele Hintergrundinformationen und Überlebende bekommen ebenfalls eine Stimme verliehen.

Wer sich dazu entschließt, das S-21 Gefängnis und die Killing Fields zu besichtigen, der kann den Weg vom Gefängnis bis zu den Fields mit dem Tuk Tuk bewältigen. Es sind nur rund 15 Kilometer und alle Fahrer kennen diese Strecke natürlich.

Gerne verraten wir Ihnen persönlich weitere Sehenswürdigkeiten in Kambodscha…